Talofa, oder hallo und willkommen in der Südsee.

Neuseeland, die erste größere Landmasse, liegt circa 2900 Kilometer von Samoa entfernt. Ungefähr vier Flugstunden könnt Ihr einrechnen, wenn Ihr von Auckland fliegt. Die nächste Insel, die in der Nähe der ehemaligen deutschen Kolonie liegt, ist Tonga und ist etwa 900 Kilometer von Samoa entfernt. Das kleine Paradies mitten in der Südsee ist ein Traum für jeden, der einige Wochen entspannt und isoliert, fernab von Verkehr und Hektik, Sonne tanken möchte. Die Hauptinsel Samoas heißt Upolu. Einiges ist auf den kleinen Inseln zu erleben. In Apia, der Hauptstadt Samoas, könnt Ihr einige Freizeitangebote nutzen, wie zum Beispiel: Museen, Kino, Fischmarkt, Bars oder Shopping

CIMG8108Im ehemaligen herrschaftlichen Haus des schottischen Schriftstellers Robert Luis Stevenson (Die Schatzinsel), hat man das Gefühl, dass die Zeit im 1900 Jahrhundert stehen geblieben ist. Die Villa Vailima, im Kolonialstil erbaut, ist sehr gut erhalten und diente Tusitala (Geschichtenerzähler), wie die Einheimischen den Schriftsteller einst nannten, nur ein Jahr als Zuhause. Am 03. Dezember 1894 ist der Schotte, mit nur 44 Jahren, auf seiner Veranda plötzlich zusammengebrochen und verstorben. Auf dem Berg Vaea hat Robert Luis Stevenson seine letzte Ruhe gefunden. Die Grabstätte könnt Ihr besuchen, allerdings ist ein steiler Weg vorprogrammiert. Wichtig ist gutes Schuhwerk, da der Weg häufig glitschig und anstrengend ist und ausreichend Trinkwasser.

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Der Traum eines jeden Südsee-Liebhabers ist Lalomanu: eine Gegend mit hellen Sandstränden, gesäumt von Kokospalmen und Bananenpflanzen, eingebettet in den klaren, warmen Pazifik. Sehr nette und hilfsbereite Einheimische runden die Traumvorstellung von der Südsee ab und vermieten Euch gerne direkt am Strand eine Unterkunft für die folgende Zeit. Ein kleines Hausriff, das leider 2009 durch einen Tsunami großflächig zerstört wurde, beginnt erst langsam sich zu regenerieren. Trotzdem seht Ihr bei Schnorchelausflügen bunte Korallenfische, Muscheln und andere Meeresbewohner. Vor dem Riff ist auch Wellenreiten möglich, nur das Board solltet Ihr mitbringen, da es keinen Verleih gibt.
Die Insel wird quasi durch die Cross Island Road geteilt, auf der man prima die Insel erschließen kann. Eine schöne Autofahrt mit viel sattem Grün und kleinen Dörfchen mit freien Hunde, Hühnern, Schweinen und anderen Nutztieren, wartet auf Euch. Ihr könnt ganz leicht mit den bunten Inselbussen umherfahren. Sie sind preiswert und transportieren nicht nur Menschen, sondern, Gepäck, Zement, Vieh, Kokosnüsse in Massen und gerne auch mal andere große Dinge. Oftmals wird sehr laute Musik gehört, die mich manchmal zum Tragen von Ohrstöpseln gezwungen hat.
Vorsicht bei den wilden Hunden: Leider kommt es immer wieder zu kleinen Rudelkämpfen und wenn Ihr hineingeratet, könnt ihr tiefe Bisswunden davontragen. Eine Impfung gegen Tollwut ist ratsam. Zudem solltet Ihr Euch vor den heimischen Vespen und den giftigen Tausendfüsslern in Acht nehmen. Beide Tiere hinterlassen starke Schmerzen und bringen Euch eventuell sogar für ein paar Tage ins Bett.

CIMG7682Tagesausflug nach Manolo Island:
Von Manono-Uta, eine kleine Anlegestelle, könnt Ihr mit einem kleinen Boot nach Manono Island fahren. In 15 Minuten habt Ihr die winzige Insel Manono zu Fuß erkundet. Dort könnt Ihr am Strand relaxen und mit Einheimischen, die sich über einen Besuch freuen, ins Plaudern kommen. Wenn Ihr nett fragt, nehmen Euch die Männer im Outrigger (Einmannboot) mit zum Fischen oder die Frauen zeigen Euch, wie man die traditionellen Fine Mats (Teppiche, Matten, Vorlagen) und Fischkörbe flechtet. An- und Abreise macht Ihr mit einem winzigen Taxiboot, das Euch sicher und für ein paar Euro hin und her fährt.

CIMG8113Unterkünfte: Wer es ursprünglich mag, sollte auf jeden Fall auf Samoa ein „Beach Fale“ buchen. Das traditionelle Holzhaus auf Stelzen ist aus geflochtenen Matten, Palmblättern und einem Holzgerüst erbaut. Ausgestattet mit einer Matratze und einem Moskitonetz, bietet es viel Platz für Euer Gepäck. Abschließen kann man das Fale nicht, das ist aber auch nicht nötig, da nur sehr selten, bis gar nicht Dinge auf den Inseln entwendet werden. Die Einheimischen sind typisch polynesisch, das bedeutet, sehr nett, freundlich und hilfsbereit. Nicht selten wird man eingeladen, das sehr leckere Essen und das Heim der Insulaner kennenzulernen. Als Gastgeschenk solltet Ihr eine Kleinigkeit dabei haben, wie zum Beispiel Gewürze oder Kaffee.

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Savai’i die größere „Schwester“ Upolus bietet viel Natur wie zum Beispiel die imposanten Alofaaga „Blowholes“, die ein Punkt auf Eurem Reiseplan sein sollten. Meerwasser schießt bei Flut durch tiefe Löcher im Lavagestein an der felsigen Küste und kühlt Euch bei hohen Temperaturen ab. Im Südwesten im Dorf Taga findet Ihr das wunderbare Naturschauspiel.

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Übrigens: Samoa gehörte von 1900 bis 1914 zum deutschen Kaiserreich

Tipps:
Beach Fales (traditionelle Strandhütten)
Resort Aggie Grey’s
Sinali Beach Resort
Bar Amanaki, im Hotel Amanaki
Fia Fia-Nacht
Ocean Trench
Sliding Rocks
Fish Market
Museum of Samoa
Robert Luis Stevenson Museum
Busfahrt mit den bunten Holzbussen
Kino (sehr kalt)
Wasserfall Sopoga
Aggie Grey’s
Vailima Bier
Tagesausflug nach Manolo Island

Im „Atelier“ findet Ihr noch mehr Impressionen von Samoa.