Kennt ihr das, wenn man von den Bauten einer Stadt völlig überwältigt ist? So ergeht es mir wieder einmal, dieses Mal in Dresden. Viele barocke Bauten mit viel Gold und Prunk. Wer Kunst, Architektur und auch Shopping mag, wird sich in Dresden sehr wohl fühlen. Um die Stadt richtig zu erleben, in ihr einzutauchen, solltet Ihr mindestens sieben Tage einplanen.

SemperoperWer die Zeit des Jugendstils und Milchprodukte liebt, sollte sich unbedingt die Pfunds Molkerei anschauen. Zahlreiche Fliesen bekleiden Decke, Boden und Wände mit floralen Motiven. Mein persönliches Dresden-Highlight ist die Semperoper. Dieses Gebäude treibt allen Architektur- und Opernfans die Tränen in die Augen. Der erste Stein des sagenhaften Baus ist im Jahre 1838 gesetzt worden.
Schon für unter 50 Euro sind Karten an der Vorverkaufsstelle zu erwerben. Ein kleiner Tipp: Menschen mit Höhenangst sollten besser unten sitzen und sich die oberen Ränge in der Pause anschauen.
Mein zweites architektonisches Highlight ist der Zwinger. 1719 hat man diesen barocken Bau als Orangerie für den Kurfürsten Friedrich August I. erbaut. Ein sehr großes Gelände mit traumhafter Gartenanlage, ein Muss für jeden Besucher. An jeder Ecke findet man feinste Verzierungen, die bis ins Detail ausgeführt sind.
Das Villenviertel Dresden solltet Ihr auch anschauen. Stadtvillen aus der Gründerzeit und aus anderen Epochen, wie man sie sich erträumt, eine schöner als die andere. Die schmucken, sauberen Straßen laden geradezu jeden Architekturfan ein, einen Spaziergang zu machen und eine Weile die Atmosphäre zu genießen.
Gegen 12:00 Uhr lockt die Frauenkirche mit einer kurzen Orgelandacht, im Anschluß daran gibt es für alle Interessierten eine kostenlose Kirchraumerläuterung.
Bei Windstille und heiterem Wetter lege ich Euch das Kuppelrestaurant Yenidze ans Herz. Es war einst eine Zigarettenfabrik, die im Jahre 1909 im Stile einer Moschee erbaut wurde. Durch seine orientalische Hülle fühlt man sich wie in 1001 Nacht. Die Sonnenterasse gibt einen weiten Blick auf die gesamte Stadt frei, dort schmeckt das kühle Radler besonders gut. Wunderschön.
Die roten Sightseeingbusse nutzen und einfach den netten Tourguides mit interessanten Geschichten über Historie und andere Themen zuhören, ist die ruhigere Variante der abwechslungsreichen Unternehmungen. Oder Ihr nutzt das große Shoppingangebot der Stadt. Schöne kleine Boutiquen aber auch eine große Einkaufsgalerie lassen sich in Dresden finden und lenken jeden Kulturbanausen ab.

Viel Spaß in Dresden!

Aloha
Micha